Rückblicke 2009

26. November 2009 - Chlaushöck mit Reisebericht

Ruth Huber hatte, wie jedes Jahr, die Tische wunderschön vorbereitet mit Chlausnaschereien, welche die Höckteilnehmer fleissig genossen haben.

 

Der Reisebericht von Referent Rolf Berglas führte uns quer durch Italien. Der Schwerpunkt lag natürlich bei den Verbreitungsgebieten der dort heimischen Testudo hermanni hermanni.

 

Die Teilnehmer konnten faszinierende Landschaften und viele Bilder von Schildkröten, Echsen, Schlangen und vielen weiteren Tieren betrachten.


29. Oktober 2009 - Emys im Hallwilersee

Sehr gross war das Interesse am Referat von Hans Peter Schaffner. Der Referent hielt einen sehr interessanten und wunderschön bebilderten Vortrag über die Entstehung des Projektes, den momentanen Stand, sowie über die weiteren Pläne und Ziele. Im Rückblick durch die Jahrhunderte, dokumentiert durch uralte schriftliche Ueberlieferungen, erklärte uns Hanspeter Schaffner, dass hierzulande immer wieder Sumpf-Schildkröten gesichtet wurden. Durch die Forschungsergebnisse wurde erreicht, dass die als hierzulande ausgestorben geltende Emys orbicularis nun in den Status stark bedroht umgelistet wurde.

 

Es ist dem Referenten ein grossen Anliegen, dass die genetisch getesteten und als einheimisch ausgewiesenen Emys nicht mit ausgesetzten, aus ausländischen Biotopen stammenden Schildkröten, vermischt werden. So befürchtet er bei einer Vermischung falsche genetische Informationen welche eine gesunde Fortpflanzung in unseren Breiten verunmöglichen könnten.


23. August 2009 - Vereinsreise in die Bolle di Magadino

Unsere Vereinsreise führte in die Bolle di Magadino. Die Sektion Mittelland hat sich unserem Ausflug angeschlossen. Es sind auch noch einige Tessinermitglieder dazugestossen. Nach dem Apéro nahmen wir an der Führung durch das Naturschutzgebiet teil. Die Rückreise führte uns über den Gotthard mit kurzem Zwischenhalt auf dem Pass. Auf der Tellsplatte haben wir dann mit einem feinen Abendessen den Ausflug beendet.


25. Mai 2009 - Emys im Tessin

Luca Bacciarini hat sich schon im jugendlichen Alter für ein Schutzprojekt der europäischen Sumpfschildkröten eingesetzt. Was damals nicht ernst genommen wurde ist, und darüber ist der Referent sehr erfreut, heute doch ein anerkanntes Projekt.

 

Ziel sei es, die Verbreitung von Emys orbicularis festzulegen. Es wurden in den letzten Jahren in mehreren Gebieten Fangnetze ausgelegt. Bei den täglichen Kontrollen wurden dann die gefangenen Tiere gemessen, genetisch analysiert und gechipt. Die aber mehrheitlich in den Netzen erwischten exotischen Schildkröten aus den Gebieten entnommen und an das PRT in Chavornay übergeben.

 

Einigen Emys orbicularis wurden dann auch noch Sender aufgeklebt mit dem Ziel den Aktionsradius der einzelnen Tiere zu ermitteln. Die Ueberwachung der Bewegungen ergab erstaunliche, sehr unterschiedliche Ergebnisse.

 

Ziel des Projektes ist auch die Renaturierung von Teilen des Sumpfgebietes wie auch das optimieren von Seeufern und Bachläufen. Auch werden Neuanlagen erstellt, die von den Emys orbicularis nachweislich ebenfalls besucht werden, dies trotzdem dort noch der Bewuchs und die Versteckmöglichkeiten fehlen würden.


25. Mai 2009 - Neuzugänge und Vergesellschaftung aus medizinischer Sicht

Mit der Frage, ob überhaupt Tiere in den Bestand integriert werden sollen weist Willi Häfeli darauf hin, dass neue Tiere Pilze, Viren, Bakterien und Parasiten mitbringen und auch in den Bestand übertragen können. Es ist ihm aber wichtig darauf hinzuweisen, dass nicht alle Parasiten krankheitserregend sind.

 

Der Referent erklärt auch dass eine unbedingte Quarantäne durchzuführen sei. Zuerst sei das Tier äusserlich auf eventuelle Verletzungen, Entzündungen und Missbildungen zu untersuchen. Als weitere Massnahme empfiehlt er dem Tier ins Maul zu sehen. Ebenfalls können der Zustand der Haut, das Gewicht des Tieres, sowie die Konsistenz von Kot und Urin weitere Hinweise auf den Allgemeinzustand geben. Im weiteren ist das Verhalten des Tieres im Quarantänequartier zu beobachten: frisst es, trinkt es, ist es aktiv, usw. Als weitere Möglichkeit könne dann noch eine Blut und Kotuntersuchung durchgeführt werden.

 

Zu diesem ausführlichen und interessanten Referat zeigt Willi Häfeli eindrucksvolle Bilder aus seinen Praxiserlebnissen und erklärt auch die möglichen Behandlungsmethoden.


30. April 2009 - Chemische Kastration

Peter Sandmeier zeigte den Höckteilnehmern die Möglichkeiten auf, den Sexualtrieb überaktiver Männchen zu behandeln. Im Vordergrund aber wies der Referent darauf hin, dass abwechslungsreich gestaltete Gehege mit den nötigen Versteckmöglichkeiten für arg bedrängte Weibchen unumgänglich seien, und sich so viele Probleme von selbst lösen würden.

 

Eindrückliche Bilder untermalten die interessanten Ausführungen über die chirurgische und die chemische Kastration und die im Anschluss gestellten Fragen wusste der Referent kompetent und ausführlich zu beantworten.


26. Februar 2009 - Die Gopher Schildkröte in Florida – aus Sicht von 2 Touristen

Beat und Jsabelle Bucher stellten sich den Anwesenden als Schildkrötenlaien vor. Der nicht wissenschaftliche Vortrag besticht durch hervorragende Bilder und die interessanten Ausführungen. Was sie uns mitteilten widerspricht eigentlich allem was uns bisher bekannt war. So konnten die Referenten die so seltene Gopher-Schildkröte in 2 Kleinstädten beobachten, wo sie ungeniert mit der dortigen Bevölkerung zusammenleben. Die sonst als so äusserst scheu beschriebene Gattung spaziert dort ungeniert über Flugzeugpisten und durch Privatgärten. Das dem so ist, ermöglicht hauptsächlich das Verhalten der dortigen Bevölkerung, welche ein solches Zusammenleben erst möglich macht. Wo sonst warnt ein Tower die startenden und landenden Flugzeuge vor auf der Piste befindlichen Schildkröten und lässt die Flugzeuge den Tieren ausweichen.

 

Buchers ist es bei ihrem Aufenthalt in Florida gelungen auch noch vier andere Schildkrötenarten und einige Schlangen mit der Kamera festzuhalten.

 

Dieses Referat ist auch ein Beweis dafür, dass Schildkröten nicht unbedingt der Zivilisation weichen müssen, sondern auch sehr gut gemeinsam mit den Menschen auf doch relativ engem Raum und unter sehr speziellen Bedingungen zusammenleben können.


29. Januar 2009 - Generalversammlung

Am 29.1.09 fand die alljährliche Generalversammlung statt. Anschliessend zeigte der Vorstand Bilder von positiven, aber auch von weniger schönen Vorkommnissen durch’s Jahr.